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Foto: Werner Huthmacher
Innenansichtt_Sporthalle Berlin-PrenzlauerbergExplosionszeichnung_Sporthalle Berlin-Prenzlauerberg
Baustelle_Sporthallle Berlin-PrenzlauerbergSchnitt Dachkonstruktion_Sporthalle Berlin-Prenzlauerberg

Doppelsporthalle in Berlin-Prenzlauerberg

Im Rahmen eines Wettbewerbgewinns entsteht im Entwicklungsgebiet des ehemaligen Schlachthofes in Berlin-Prenzlauer Berg eine neue Doppelsporthalle innerhalb eines historischen Grundrisses. Dabei waren die denkmalgeschützten Mauerwerksgiebel eines ehemaligen Stallgebäudes zu erhalten und in die neue Sportstätte zu integrieren. Die Umsetzung erfolgt unter engsten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Idee ist, ein umgreifendes Band von erhaltenen Längs- und Giebelfassaden mit dem Neubau der Halle zu verweben, ein spielerischer Wechsel von Alt und Neu bzw. von Innen und Außen. Ein leuchtender, transparenter Hallenkörper scheint über den alten Mauern zu schweben. Auf beiden Hallenlängsseiten sind so genannte Funktionalschienen als zurückhaltende, eingeschossige Neubauten angegliedert.

Augenfällig ist die ruhige und gleichsam spektakuläre Dach- und Fassadenausbildung. Die Lamellenstruktur der Fassaden setzt sich in der mittig unterspannten Dachplatte logisch fort. Die Dachbinder bestehen aus umgedrehten Plattenbalken aus Holzwerkstoffen. Die Dachscheibe ist als vernagelte Vierendel-Scheibe ausgeführt. Die schlanke und gleichzeitig wirtschaftliche Bauart garantiert dabei eine bauphysikalisch optimierte Detailentwicklung. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherung und Ertüchtigung der Tragfähigkeit des denkmalgeschützten Bestands gelegt.

Doppelsporthalle im ehemaligen Schlachthofviertel

in Berlin-Prenzlauer Berg

 

Bauherr: Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH (ses)

Architekt: Chestnutt_Niess Architeken BDA

Daten: BRI 12.500 m³ | BGF 1.700 m² | HNF 1.420 m²

Herstellungskosten: 3.50  Mio. Euro

Leistungsumfang: Wettbewerbsberatung | § 64, Lph 1–6 | § 78, Lph 1–4

Planungszeit: 2000 Wettbewerb | 2001–2003

Bauzeit: 2004–2007

 

Holzbaupreis N-O 2006 

Anerkennung Deutscher Holzbaupreis 2007