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![]() Modellfoto |
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Tiefgeschosse und Oberbau
Auch die 'Weiße Wanne' der Tiefgeschosse muß dem Bauablauf entsprechend in zwei Bauabschnitten hergestellt werden. Zwischen dem 1. und dem 2. Bauabschnitt liegen zwei Jahre während der die Setzungen des 1. Bauabschnitts weitestgehend abklingen. Die Fuge zwischen 1. und 2. Bauabschnitt ist so zu konstruieren, daß sie die Setzungen des 2. Bauabschnitts ermöglicht und trotz des drückenden Grundwassers dicht bleibt. Die Aufnahme der Bogenschubkräfte zwischen den Bogenfußpunkten erfolgt im 1. Bauabschnitt über Spannglieder in der obersten Tiefgeschoßdecke. Im 2. Bauabschnitt ist diese Decke durch den Konferenzsaal und ein Wasserbecken vollständig aufgelöst. |
Die Bogenschubkräfte werden hier stattdessen nach dem 'Nußknackerprinzip' über die mittlere Tiefgeschoßdecke in die Sohle gehebelt. Die Lastwege (und damit auch die Dehnwege) des an den Bögen hängenden Oberbaus sind außergewöhnlich lang. Die Verformungen der Geschoßdecken des Oberbaus nehmen von oben nach unten stetig zu. Die Großbohrpfähle an den Gebäudeflanken setzen sich stärker als die Gebäudemitte. Die Tiefgeschosse werden mittig aufgewölbt. Im Erdgeschoß treffen die Verformungen des hängenden Oberbaus und die entgegengerichteten Verformungen der gestauchten Tiefgeschosse aufeinander. Um Fugen der Ausbauelemente und Anschlüsse der Haustechnik sachgerecht konzipieren zu können, sind die enormen Verformungsdifferenzen für jeden Standort im Flächenraster des Erdgeschosses vorherzubestimmen. |