Eisenloffel . Sattler + Partner

A. Sattler (Projektleitung)
K. Eisenloffel (Entwurfsplanung) in
Ingenieurbüro für Bauwesen
Dipl.-Ing. Herbert Fink GmbH
Museum des 20. Jahrhundert in Nürnberg
Entwurf
Im Zentrum Nürnbergs wird in stadträumlich schwierigen Verhältnissen der Neubau des Museum des 20. Jh. realisiert. Der prämierte Wettbewerbsentwurf des Architekten Volker Staab sieht vier Bauteile entsprechend den erforderlichen Funktionsbereichen vor.


Grundriss
Nürnberg
1994 – 1999 (Eröffnung Frühjahr 2000)

Nutzfläche: ca. 20.000 m2
Bauherr: Staatliches Hochbauamt Nürnberg I
Architekt: Volker Staab

Fotos: Margherita Spiluttini, Bischof+Broel KG



Auf die Sammlung mit 4 Längsschiffen und jeweils 3 Ebenen folgt hinter der zentralen Eingangshalle der Kubus der Wechselausstellung. Zur Altstadt gewandt schließt der entkernte Altbau mit Bibliothek und Technikräumen an. Der fünfgeschossige Winkelbau mit Cafeteria und Büros begrenzt eine Gasse zum neu entstehenden Museumshof.




Sichtbeton, integrierte Technik
Alle sichtbaren Betonflächen werden in hochwertigem Sichtbeton (Weißbeton mit verzinkter Bewehrung) ausgeführt. Die umfangreiche Klimatechnik wird für den Besucher unsichtbar durch das Gebäude geführt. Lotrechte Anbindung der Klimatechnik erfolgt in Doppelwänden. Horizontale Stränge sind in Deckenkonstruktionen oder Bauteilen integriert.


Spannbeton, weitgespannte Tragwerke
Für die großen Ausstellungsräume kommen weitgespannte Konstruktionen zur Ausführung: Flachdecken bis 11,0 m Spannweite, Stahlbeton-Kassettendecke mit 16,0 m Spannweite, kreuzweise vorgespannte Hohlkörperdecke in Sichtbeton mit 26,0 m Spannweite sowie ein Trägerrost aus V-förmigen Sichtbetonträgern mit 26,0 m Spannweite und integrierter Lüftungstechnik.




Impressionen

 
 
 

Fassadenbau
Die 105 m lange, geschwungene Glasfassade mit einer Höhe von 15,5 m wird von der Dachdecke abgehängt. Sie wird durch vertikale, stahlverstärkte Glasschwerter ausgesteift. Der Rand der teilweise vorgespannten Hohlkörperdachdecke trägt außerdem das auskragende Flugdach des sog. Spoilers. Aufgrund der unregelmäßigen Randbedingungen wurden exakte Durchbiegungsberechnungen der Betonbauteile erforderlich.