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Foto: Marcus Bredt
Innenansicht Flur_Forschungszentrum GießenTragsystem_Forschungszentrum Gießen
Außenansicht_Forschungszentrum GießenVisualisierung_Forschungszentrum Gießen

Biomedizinisches Forschungszentrum, Gießen

Das Laborgebäude der Universität Gießen wurde während des Entwurfsprozesses von einer fast amöbenhaften Ausgangsform in eine Struktur transformiert, die dem linearen Raster der Labore entspricht. Hinter der frei wirkenden Geometrie verbirgt sich die innere Logik eines Laborgebäudes.

Um eine möglichst große Flexibilität bei der Anordnung von Trennwänden und der Installationsführung zu bieten ist das Tragwerk als Skelettbau mit punktgestützten, unterzugslosen Flachdecken konzipiert. Das Tragsystem entwickelt sich aus der Modularität der Labor- und Büroräume entlang der Fassade. Am äußeren Rand wird die Decke im Abstand von 3,60m gestützt; die erste Innenstützenreihe ist ebenfalls regelmäßig. Durch die „unregelmäßige“ Anordnung der weiteren Innenstützen werden die Anforderungen des Parkgeschosses mit der Büro- und Laborgeometrie verbunden, um ohne Abfangungen den unterschiedlichen Nutzungen Rechnung zu tragen.

Die anspruchsvolle Fassadengestaltung forderte komplexe Detaillösungen um die bauphysikalischen und tragkonstruktiven Kriterien zu erfüllen. Die Vorhangfassade aus spiegelnden Scheiben besteht aus verschiedenfarbigen magnotronbeschichteten Sonnenschutzverglasungen und aus Verbundfenstern mit Sonnenschutz im Zwischenraum, der gleichzeitig als Blendschutz verwendet wird.

Biomedizinisches Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität in Gießen

 

Bauherr: Land Hessen, Hessisches Baumanagement, NL Mitte

Architekt: Behles & Jochimsen Architekten GmbH

Daten: BRI 132.000 m³ | BGF 34.000 m² | HNF 14.750 m²

Herstellungskosten: 65 Mio. Euro

Leistungsumfang: Wettbewerbsberatung Tragwerk über 3 Phasen, § 78, Lph 1–4, EnEV, § 81

Planungszeit: 2005–2007

Bauzeit: 2006–2008

 

1. Preis im 3-phasigen, eingeladenen Realisierungswettbewerb 2003