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Doppelsporthalle Hausburgviertel in Berlin-Friedrichshain

Merkmale
Bauen im denkmalgeschützten Bestan
Behutsamer Rückbau
Ingenieurholzbau, Sportbauten
Sichtbeton-Vorsatzschalen in Ortbeton


Schnitt C-C: unterspannte Dachplatte mit Querschnitt Stahlreiter
English version
Berlin/Friedrichshain
2004 - 2007


Architekt: Chestnutt_Niess Arch. BDA
Bauherr: Stadtentwicklungsges. Eldaer Straße mbH (ses)



Entwurf und Tragwerk
Hervorgegangen aus einem Wettbewerbsgewinn ist im Entwicklungsgebiet des ehemaligen Schlachthofes in Berlin - Prenzlauer Berg eine neue Doppelsporthalle innerhalb eines historischen Grundrisses realisiert worden. Dabei waren die denkmalgeschützten Mauerwerksgiebel eines ehemaligen Stallgebäudes zu erhalten und in die neue Sportstätte zu integrieren. Die Umsetzung erfolgt unter engsten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.



Schnitt 3: Ansicht Stahlreiter


Die Idee ist, ein umgreifendes Band von erhaltenen Längs- und Giebelfassaden mit dem Neubau der Halle zu verweben, ein spielerischer Wechsel von Alt und Neu bzw. von Innen und Außen. Ein leuchtender, transparenter Hallenkörper scheint über den alten Mauern zu schweben. Auf beiden Hallenlängsseiten sind so genannte Funktionalschienen als zurückhaltende, eingeschossige Neubauten angegliedert.


Augenfällig ist die ruhige und gleichsam spektakuläre Dach- und Fassadenausbildung. Die Lamellenstruktur der Fassaden setzt sich in der mittig unterspannten Dachplatte logisch fort. Die Dachbinder bestehen aus umgedrehten Plattenbalken aus Holzwerkstoffen. Die Dachscheibe ist als vernagelte Vierendel-Scheibe ausgeführt. Die schlanke und gleichzeitig wirtschaft- liche Bauart garantiert dabei eine bauphysikalisch optimierte Detailentwicklung. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherung und Ertüchtigung der Tragfähigkeit des denkmalgeschützten Bestands gelegt.



Auflager Dach


Explosionszeichnung: Dachtragwerk - Neubau - Bestand