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Schwerpunkte
Bauen im Bestand – Hochschulbauten – Massivbau

Fachhochschule Zittau
Realisierung eines prämierten Wettbewerbsentwurfs für den Neubau eines Lehr- und eines Laborgebäudes


Isometrie des Campus

English version  
Zittau
2002 - 2004

Architekt:
Kerstin Schwarz mit Tilmann Bock und Norbert Sachs
Bauherr: Freistaat Sachsen vertreten durch das Staatliche Vermögens- und Hochbauamt Bautzen

Visualisierung: bss Architekten



Vorgabe
Das Land Sachsen, vertreten durch das Staatliche Vermögens- u. Hochbauamt Bautzen wird auf dem Könitzer Gelände in Zittau die Erweiterung der Hochschule Zittau / Görlitz durch ein Labor- und Lehrgebäude vornehmen. Als Ergebnis eines beschränkten Realisierungswettbewerbs wurde der siegreiche Entwurf der Architekten Bock und Schwarz zur Ausführung vorgeschlagen.


Entwurf
In die bestehende, städtbaulich sehr heterogene Campusanlage der Hochschule am Altstadtring von Zittau wurden die beiden Gebäude auf einer ehemaligen Industriebrache so plaziert, daß sich das Hörsaalgebäude als sichtbarer Auftakt des Hochschulgeländes zum Ring orientiert. Gleichzeitig wird durch die Stellung der Baukörper eine die bestehende Bebauung integrierende Achse ausgebildet, die eine vorgesehene Erweiterung des Geländes organisiert.
Der Solitärbaukörper des Hörsaalgebäudes erhält eine über dem großen Hörsaal angeordnete treppenförmige Dachterasse für Lehrveranstaltungen, die gleichzeitig die Belichtung des zweigeschossigen Foyers ermöglicht. Durch eine auskragende Ausformung des Volumens über der Eingangsrampe wird eine deutlich erkennbare überdachte Eingangssituation geschaffen.
Das Institutsgebäude ist in drei Riegel mittels zwei Verbindungsbauwerken in die Bereiche Architektur, Bautechnik und eine Prüfhalle gegliedert. Die Ausformung des Gebäudes erlaubt das Anlegen von zwei Werkhöfen und schafft eine ordnende, axiale Raumkante.



Modellfotos








Ansichten

Ansicht Labor / Schnitt Hörsaal Querschnitt Laborgebäude

Tragwerk
Das Hörsaalgebäude auf nahezu quadratischem Grundriss und das Laborgebäude mit Laborhalle als dreizügige Kammstruktur mit Verbindungstrakten sind zweigeschossig ohne Unterkellerung und werden massiv erstellt. Flachdecken mit Betonstützen und tragenden Mauerwerkswänden auf Streifenfundamenten sind die Regelbauweise. Die Laborhalle erhält eine Dachdecke aus Spannbetonhohlplatten.
Das Hörsaalgebäude stellt hohe Ansprüche an Tragwerk und Konstruktion durch die vielfältigen, teils erheblichen Auskragungen und großen Spannweiten. Gewichtsoptimierte Rippendecken aus Beton wandartige Träger werden zu einem komplexen Tragsystem zusammengebunden.

Tragwerksübersicht OG