Eisenloffel . Sattler + Partner
Doppelsporthalle Hausburgviertel
Tragwerkentwurf, Statik, Konstruktion
Schwerpunkte
Bauen im Bestand – Denkmalschutz – Sportbauten - Ingenieurholzbau
Ansicht Giebel Nord
Vorgabe
Hervorgegangen aus dem gemeinsamen Wettbewerbsgewinn mit den Architekten Chestnutt_Niess soll im Entwicklungsgebiet des ehemaligen Schlachthofes in Berlin Prenzlauer Berg an der Grenze zu Friedrichshain eine neue Doppelsporthalle innerhalb eines historischen Grundrisses realisiert werden.
English version  
Berlin - Prenzlauer Berg
2001 - 2002

Grundfläche: ca. 1600 m2

Bauherr: s|es, Stadtentwicklungsgesellschaft
Eldenaer Straße mbH
Architekten: Chestnutt + Niess

Lageplan
Entwurf
Es ist vorgesehen, ein umgreifendes Band von erhaltenen Längs- und Giebelfassaden mit dem Neubau der Halle zu verweben. Dabei entsteht die Spannung aus dem Wechsel von alt und neu sowie innen und außen. Die erhaltene nördliche Längswand wird zur Innenwand. Ein leuchtender, transparenter Hallenkörper scheint über den alten Mauern zu schweben. Neben der Sporthalle sind, durch Glasbänder abgerückt, die niedrigen Funktionalschienen der Umkleiden und Geräteräume angeordnet. Die Akzentuierung zwischen alt und neu wird durch eine klare Materialsprache weiter unterstützt.
Dabei sind die denkmalgeschützten Mauerwerksgiebel eines ehemaligen Stallgebäudes zu erhalten und in die neue Sportstätte zu integrieren. Die Umsetzung erfolgt unter engsten wirtschaftlichen, und zeitlichen Rahmenbedingungen.
Schnitt B-B
Schnitt A-A
Grundriss

Konstruktionsskizze
Konstruktion
Augenfällig ist die ruhige und doch gleichsam spektakuläre Dach- und Fassadenausbildung. Grossformatige Holzlamellen gliedern die transluzenten Hallenlängswände. Sie setzen sich im Dach durch lamellenartige Lichtbänder innerhalb der Dachplatte logisch fort. Aufgeständert auf Stahlprofilen ruht das Dach auf einer Schar unterspannter Stahlreiter, die die Platte aus Holzwerkstoff mittig weich unterstützen. Die schlanke und gleichzeitg wirtschaftliche Bauart garantiert gleichzeitig eine bauphysikalisch unproblematische Detailentwicklung.
Besonderes Augenmerk wird bei dem Bauvorhaben auf die Sicherung und Reaktivierung des denkmalgeschützten Bestands gelegt.



Geländeansicht