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Neubau Kraftwerk Moorburg bei Hamburg, Kohlekreislager und Übergabebauwerke

Merkmale
Kraftwerksbau
Stahlbau / Stahlbetonbau / Ingenieurholzbau
Tragwerk mit überduchschnittlichem Schwierigkeitsgrad
Aufwendige Gründung mit Schlitzwänden und Rammpfählen


statisches Modell eines Kohlekreislagers
English version
Hamburg/Moorburg
2009 - 2011


Architekt:
ARCUS Planung + Beratung Bauplanungsges. mbH

Bauherr: Vattenfall Europe AGl

Entwurf und Tragwerk
Das Kohlekreislager Moorburg besteht aus zwei 60 m hohen nahezu baugleichen Zylinderschalen aus Stahlbeton mit Durchmessern von 115 m, deren Dächer als Dreiecks-Netzkuppeln mit Brettschichtholzbindern hergestellt werden.


Tragstrukturen der Bogen-Bandbrücke

Längsschnitt durch die zwei Kohlekreislager










Alternativ wird eine Ausführung in Stahlbauweise untersucht. Zur Aufnahme unsymmetrischer Schüttlasten werden die Zylinderschalen mit vertikalen außenliegenden Lisenen versehen sowie am Kopf und im Sockelbereich durch Ringgurte versteift. Die Kreislager entstehen auf einer Kleischicht mit starker Fließneigung und werden zur Stabilisierung auf ringförmigen Schlitzwänden und zweireihigen Ortbetonrammpfählen gegründet.


Für Transport und Logistik der Kohle werden zwei Kohleübergabetürme, drei Kohlebandkanäle und vier Bandbrücken als Stahlfachwerkkonstruktionen ausgeführt. Die größte Bandbrücke hat eine freie Spannweite von 98 m und wird durch einen integrierten Stahlbogen unterstützt.
Die beiden Kreislager werden untereinander und von den Stahlkonstruktionen durch Raumfugen konstruktiv getrennt.


Tragstrukturen der Fachwerk-Bandbrücken