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Innenraumperspektive der Halle
Bahnhof Papestraße Berlin
Neubau der S-Bahn Haupthalle S4
und zweier Eingangshallen

Bahnhofsvorplatz
Schwerpunkte
Ingenieurbau - Bahnhöfe - Konstruktiver Stahlbau

English version  
Berlin-Schöneberg
2001 - in Planung

Architekt / Generalplaner: jsk Dipl.-Ing. Architekten
Bauherr: DB ProjektBau

Visualisierung: archimation®, jsk


Vorgabe
Letzter zu realisierender Bahnhof der Deutschen Bahn im sogenannten Pilzkonzept, als Ergebnis des Investitionsprogramms 'Verkehrsprojekte Deutsche Einheit', gilt der Ausbau des Bahnhofs Papestraße. Er verknüpft die Regionalverkehre in Nord-Süd-Richtung mit den auf dem südlichen Berliner Innenring verkehrenden S-Bahnlinien. Unter erhöhten wirtschaftlichen Zwängen wird ein reduzierter aber gleichfalls repräsentativ anspruchsvoller Bahnhof mit Regionalbahnhof, S-Bahn-Knoten und angliedertem Parkhaus konzipiert.



Vogelperspektive

Entwurf
Die städtebauliche Form des Bahnhofs Papestraße ergibt sich aus der schiefwinkligen Überschneidung zweier Bahntrassen. Die untere Gleisebene des Regionalverkehrs wird durch die S-Bahn-Trasse überbaut, die so zur Verteilerebene wird.

 
Die Haupthalle der S-Bahn stellt durch ihre transparente Glashülle und den beiden durchgängigen Eingangshallen im Osten und Westen eine attraktive Verbindung zwischen den beiden Bereichen her.
Ansicht

Konstruktion
Das Tragwerk der S-Bahn-Haupthalle besteht aus zwei gestapelten Trägerrostsystemen. Die Dachfläche mit knapp 50 x 190 m wird getragen von Haupträgern in Längs- und Querrichtung bis zu den Orten, die aus geometrischen Zwängen und sicherheitsrelevanten Überlegungen festgelegt sind. Darüber ist ein quadratischer Sekundärrost angeordnet, der die Gebäudehülle selbst trägt. Die Fassaden sind über einen in der Fassadenebene liegenden Fachwerkverband von den Hauptträgern abgehängt. Der Lastabtrag in die Unterbauten erfolgt ausschließlich über v-förmige Stützenpaare. Diese sind nicht nur aus statischen Überlegungen und zur Reduzierung der Stützweiten sinnvoll, sondern verleihen dem Verkehrsbauwerk auch die gewünschte Dynamik. Als Rahmenstiele gewährleisten sie gleichzeitig die Stabilität der Halle. Die gesamte Konstruktion ist aus geschlossenen Stahlrohrprofilen vorgesehen. Großzügige Verglasung im Wechsel mit geschlossenen Stahlblech-Elementen bilden die Außenhaut.

Fassade