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Ersatzneubau der drei Schlossbrücken im Schlosspark Rheinsberg, Brandenburg

Merkmale
Brückenbau im denkmalgeschützten Bestand
Hochwertige Sichtbetonoberflächen in Ortbetonbauweise
Ingenieurholzbau


Längsschnitt Billardbrücke
English version
Brandenburg/Rheinsberg
2006 - 2007


Architek: Léon Wohlhage Wernik Architekten
Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Berlin-Brandenburg

Entwurf und Tragwerk
Die bestehenden Brücken um das Schloss Rheinsberg über den Rhin sind in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr erhalten, die ursprünglichen Konstruktionen sind auch nicht eindeutig historisch belegbar. Sämtliche Brücken befanden sich in einem optisch und funktional unbefriedigenden Zustand. Es galt im Gutachterverfahren eine neue Brückenfamilie zu entwickeln, die eine dem historischen Kontext angemessene Gestaltung bietet und eine Aufwertung des Ensembles sicherstellt.
Im intensiven Diskurs mit Denkmalpflegern und dem Bauherrn wurde als einmaliger Vorgang ein Ensemble in Teilen dabei historisch neu interpretiert.


Schlossbrücke im Bau


Alle Brücken werden als Fußgängerbrücken genutzt, die Befahrbarkeit durch Dienstfahrzeuge und die Feuerwehr ist jedoch zu berücksichtigen. Die drei Hauptbrücken sind Rahmenkonstruktionen in durchgefärbtem Sichtbeton. Die Laufflächen bestehen aus massiven Tragrosten mit Bohlenbelag. Schloss- und Billardbrücke sind dreifeldrige Systeme, die Kavalierhausbrücke ein einfacher Rahmen. Die Brückenlängen differieren zwischen ca. 10,50m und 19,50m und die Brückenbreiten zwischen etwa 6,50 und 9,50m. Der Bau der expressiven Neptunbrücke wurde zunächst zurückgestellt, bzw. zunächst als temporärer Holzsteg für die Baumaßnahme realisiert.

Bei der Gründung erwiesen sich Kleinbohrpfähle für die berechneten Lasten als die wirtschaftlichste Lösung.


Schlossbrücke

Billardbrücke im Bau