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Visualisierung: kleyer.koblitz.letzel.freivogel Architekten

Schutzdach 2 für die Ausgrabungen am Göbekli Tepe, Türkei

Auf dem Nordwest-Plateau des Göbekli Tepe werden oberflächennah archäologische Grabungen vorgenommen.Durch geophysikalische Untersuchungen konnte unterhalb der Geländeoberfläche die Existenz weiterer anthropogener Monumentalanlagen festgestellt werden. Das konstruktive Konzept beruht auf einer großen, möglichst stützenfreien Überdachung der vorgesehenen Grabungsfläche. Die Dachkonstruktion mit einer Fläche von ca. 2400m² orientiert sich in ihrer Grundrissform an den Ergebnissen der geophysikalischen Sondierungen. Sie sitzt dabei so niedrig wie möglich über dem Grabungsfeld. Die äußere, auskragende Krempe verhindert den Regeneintrag. Es wurde Wert gelegt auf ein sowohl schlankes, als auch wirtschaftliches Dachtragwerk. Durch die filigrane Ausbildung des Dachrands scheint die gesamte Dachkonstruktion wie eine dünne Diskusscheibe über den wenigen, im Vorfeld durch das DAI definierten Gründungspunkten zu schweben.

Die Dachkonstruktion wird als Fachwerkträgerrost aus Stahl ausgeführt. Die Tragstruktur – als ungerichtetes Tragsystem – trägt seine Lasten in mehreren Richtungen ab und stellt bei den hier stark unregelmäßig angeordneten Stützpunkten die effektivste Lösung dar. Die maximale Spannweite des Haupttragwerks beträgt ca. 32 Meter, am südlichen Rand kragt das Dach über 17 Meter aus. Die Stahlkonstruktion ermöglicht es bei geringem Flächengewicht große Spannweiten mit schlanken Elementen zu überbrücken.

Schutzdach 2 für die Ausgrabungsstelle am Göbekli Tepe in der Provinz Urfa, Türkei

 

Bauherr: Deutsches Archäologisches Institut
Architekt: Arbeitsgemeinschaft kleyer.koblitz.letztel.freivogel Architekten mit EiSat GmbH
Daten: Dachfläche: ca. 2400 m² | Spannweite: 32m
Herstellungskosten: ca. 2,3 Mio. €
Leistungsumfang: §51 HOAI 2013, Lph 1-5
Planungszeit: 2013 – 2014
Bauzeit: 2015