Eisenloffel . Sattler + Partner

Zentrales Institutsgebäude der Forschungsanstalt Geisenheim, Wiesbaden

Merkmale
Labor- und Institutsgebäude
Massivbauweise mit Abfangekonstruktionen
Erdbebengerechtes Bauen
Integration Technik und Konstruktion


Schnittkräfte Ausschnitt der Bodenplatte
English version
Hessen/Geisenheim
2005 - 2008


Architek: Staab Architekten BDA
Bauherr: Land Hessen vertreten durch das Hessische Baumanagement


Entwurf und Tragwerk

Das Labor- und Bürogebäude ist ein zweigeschossiger, 120m- langgestreckter Baukörper mit Teilunterkellerung. Mehrere Einschnitte in den Baukörper schaffen Raum für Innenhöfe und für Durchfahrten als Verbindung der Verkehrswege des Campus. Die Hanglängslage des Gebäudes ermöglicht durch die Teilunterkellerung am Hangfuß eine wirtschaftlich Lösung zur Erfüllung des Raumprogramms.


Rohbau
Konstruktionsprinzip der Überbauung



Das als Massivbau konzipierte Gebäude besteht aus einem Tragsystem von Stahlbetondecken die in der Regel einsinnig von den tragenden Fassadenbrüstungen über eine Reihe von Laborschächten auf Innenwände oder die Fassaden der Innenhöfe spannen. Die Überbauung des Haupteingangs soll auf 12,2m/10,6m stützenfrei bleiben, so dass hier Innenwände mit Türöffnungen als wandartiger Träger ausgebildet werden.

Innenhöfe und Durchfahrten verursachen Steifigkeitssprünge in Gebäudelängsrichtung, die unter Zwangsspannungen zur Rissbildung führen können. Deshalb werden Dehnfugen mit deckengleichen Auflagerkonstruktionen vorgesehen, die das Gebäude in etwa gleiche Abschnitte unterteilen, die jeweils gegen Wind und seismische Einwirkung selbstaussteifend ausgebildet sind. Ein Teil eines fünfgeschossigen Gebäudes grenzt unmittelbar an den unterkellerten Teil des Neubaus an, so dass Stützen unterfangen wurden. Im Obergeschoss werden die beiden Gebäude über eine Brücke miteinander verbunden.


Rohbau