Logo EiSat GmbH
Visualisierung: Lèon Wohlhage Wernik Architekten_Schloßpark RheinsbergSchlossbrücke im Bau_Schloßpark Rheinsberg
Längsschnitt Billardbrücke_Schloßpark RheinsbergDetail Haupträgerbereich_Schloßpark Rheinsberg

Schlossbrücken im Schlosspark Rheinsberg

Die bestehenden Brücken um das Schloss Rheinsberg über den Rhin sind in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr erhalten, die ursprünglichen Konstruktionen sind auch nicht eindeutig historisch belegbar. Sämtliche Brücken befanden sich in einem optisch und funktional unbefriedigenden Zustand. Es galt im Gutachterverfahren eine neue Brückenfamilie zu entwickeln, die eine dem historischen Kontext angemessene Gestaltung bietet und eine Aufwertung des Ensembles sicherstellt. Im intensiven Diskurs mit Denkmalpflegern und dem Bauherrn wurde als einmaliger Vorgang ein Ensemble in Teilen dabei historisch neu interpretiert. Alle Brücken werden als Fußgängerbrücken genutzt, die Befahrbarkeit durch Dienstfahrzeuge und die Feuerwehr ist jedoch zu berücksichtigen.

Die drei Hauptbrücken sind Rahmenkonstruktionen in durchgefärbtem Sichtbeton. Die Laufflächen bestehen aus massiven Tragrosten mit Bohlenbelag. Schloss- und Billardbrücke sind dreifeldrige Systeme, die Kavalierhausbrücke ein einfacher Rahmen. Die Brückenlängen differieren zwischen ca. 10,50 und 19,50m und die Brückenbreiten zwischen circa 6,50 und 9,50m.

Der Bau der expressiven Neptunbrücke wurde zunächst zurückgestellt bzw. zunächst als temporärer Holzsteg für die Baumaßnahme realisiert. Bei der Gründung erwiesen sich Kleinbohrpfähle für die berechneten Lasten als die wirtschaftlichste Lösung.

Ersatzneubau der drei Schlossbrücken im Schloßpark Rheinsberg, Brandenburg   Bauherr: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Berlin-Brandenburg Architekt: Lèon Wohlhage Wernik Architekten Daten: Längen 19.50m | 18.50m | 10.5m Herstellungskosten: 1.60 Mio. Euro Leistungsumfang:  Wettbewerbsberatung; § 64, Lph 1-8 Planungszeit: 2005-2006 Bauzeit: 2006-2007   1. Platz im eingeladenen Realisierungswettbewerb