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Die Eingangssituation des Botschaftsgebäudes (Fotografie: Christian Richters)

Kanzleigebäude für die Deutsche Botschaft in Mexiko-City

Der Entwurf für das Kanzleigebäude in Mexiko-City sieht einen zweigeschossigen Bau mit Tiefgarage vor. Die oberen Geschosse umschließen drei gartenarchitektonisch akzentuierte Innenhöfe. Das Gebäude wird in Massivbauweise erstellt mit tragenden Stahlbetonbauteile und Ausfachungsmauerwerk. Zur Erhöhung des Erdbeben-widerstands werden drei L-förmige Wandstrukturen in die Peripherie des Gebäudes zur Aussteifung gegen Horizontalverschiebungen herangezogen.

Den Verdrehungen der einzelnen Gebäudeabschnitte wird durch die fugenlose Verbindung der gemeinsamen monolithischen Geschossdecken widerstanden. Das Stützenraster der Tiefgarage lässt keinen unmittelbaren Lastabtrag aus den darüber liegenden Geschossen zu. Ein massiver Gitterrost in der Decke über dem Tiefgeschoss leitet die Lasten auf die in der Garage zur Verfügung stehenden Stützen um.

Der sehr unregelmäßige Grundriss des Gebäudes lässt ein auf ebene Betrachtungen vereinfachtes dynamisches Tragwerksmodell nicht zu. Das räumliche Tragwerksmodell hilft zu klären, ob mehrere Schwingungsformen in der Berechnung zu berücksichtigen sind. Im Ergebnis treten gekoppelte, komplexe und lokale Eigenschwingungsformen auf – bezeichnend für das unregelmäßige Tragwerk.

Neubau der Deutschen Botschaft in Mexiko-City, Mexiko

 

Bauherr: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Berlin
Architekt: Staab Architekten
Daten: BRI 13.100m³ | BGF 3.480m² | HNF 1.200m²
Herstellungskosten: 6.60 Mio. Euro
Leistungsumfang: § 64, Lph 1–9 (5-9 in Arge), § 78, Lph 1–4, § 81, Lph 1–5
Planungszeit: 2003-2004
Bauzeit: 2004-2006

 

1. Preis im eingeladenen Gutachterverfahren 2003