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Foto: Numrich Albrecht Klumpp
Halle im Bestand_Sporthalle Berlin-AdlershofQuerschnitt durch Bestandshalle und Anbau
Rohbau_Sporthalle Berlin-AdlershofQuerschnitt Tragstruktur_Sporthalle Berlin-Adlershof

Umbau eines ehemaligen Flugzeughangars, Berlin-Adlershof

Eine Bestands- und Schadensaufnahme des vor 1940 erbauten Flugzeughangars in Berlin-Adlershof belegt, dass eine Instandsetzung der vorhandenen Bausubstanz ressourcengerecht umgesetzt werden kann.

Der Flugzeughangar ist als eingeschossiger Stahlbetonskelettbau mit aussteifenden Mauerwerksausfachungen in den Außenwänden ausgeführt. Das Dach ist eine flache Tonnenschale aus Stahlbeton mit versteifenden Längs- und Querrippen. Für die ehemalige Zufahrt von Flugzeugen ist eine Hallenlängsseite durch zwei jeweils 40m freitragende Stahlbetonfachwerke offen gehalten. An diese Hallenlängsseite schließt das neu errichtete zweigeschossige Servicegebäude mit ca. 2.000qm Geschossfläche, einer Galerie und einer Tribüne für rund 200 Zuschauer an. Dabei bleiben Bestandshalle und Neubau durch eine Raumfuge getrennt. Die Instandsetzungsplanung berücksichtigt sowohl die Sanierung des Mauerwerks, des Stahlbetonskeletts, der Tonnenschale und der Stahlbetonfachwerke als auch den Rückbau der Hallensohle sowie den Teilrückbau der Befestigungsplateaus über den ehemaligen Schiebetoren.

Die Umbauplanung ermöglicht neue Belichtungsöffnungen in den Fassaden und eine bewehrungsfreie neue Hallensohle. Die Tragwerksplanung für den Neubau segmentiert die Servicebereiche im Obergeschoss durch Stahlbetonwandscheiben und gibt gleichzeitig dem Foyer im Erdgeschoss zusammenhängende Freiräume durch Nutzung der Wandscheiben als stützengelagerte Biege- und Kragträger.

Umbau eines ehemaligen Flugzeughangars, Berlin-Adlershof

 

Bauherr: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Hochbauamt

Architekt: Numrich Albrecht Klumpp Architekten

Daten: BGF 3.525 qm | HNF 3.010 qm

Leistungsumfang:  § 64, Lph 1-6; § 78, Lph 1-4

Planungszeit: 2005-2006

Bauzeit: 2006-2008